Gastrointestinale Symptome: Pathophysiologie — Klinik — by Prof. Dr. med. Werner E. Hansen (auth.)

By Prof. Dr. med. Werner E. Hansen (auth.)

Auf Anregung von studentischer Seite wurde der Schwerpunkt die­ ses Buches auf die Symptomatik gelegt und damit dem Bedürfnis nach "mehr Praxisbezug" Rechnung getragen. Bei der Konzeption habe ich mich von der traditionellen Meinung leiten lassen, nach welcher Anamnese und körperlicher Befund für die diagnostische Strategie das entscheidende Gewicht besitzen und die technischen Untersuchungen der Bestätigung dienen. Am An­ fang der Kapitel steht ein kurzer Abriß der Pathophysiologie, der zum Verständnis des jeweiligen indicators beitragen soll. Es folgt ein Abschnitt über die Klinik, in dem auf Gesichtspunkte der Anam­ neseerhebung und der körperlichen Untersuchung eingegangen wird; kurzgefaßte Beispiele wichtiger Krankheitsbilder schließen sich an. Danach wird die Diagnostik bei den jeweiligen Symptomen abgehandelt, z. T. in schematisierter shape. Zur Ergänzung des Textes finden sich ausgewählte Literaturangaben an den Kapitelenden. Ziel der Darstellung ist, in geraffter, anwendungsbezogener shape die wesentlichen Kenntnisse über gastrointestinale Beschwerden und diagnostische Schlußfolgerungen zu vermitteln. Vieles wird da­ her in Übersichten und Tabellen zusammengefaßt. Andererseits lie­ ßen sich, um Zusammengehöriges klar und möglichst vollständig zu erfassen, Wiederholungen nicht vermeiden. Besonderes Gewicht er­ hielten sinnlich wahrnehmbare Merkmale: deshalb erfolgte auch die Aufnahme des Kapitels über dermatologische Veränderungen (Kap. 10) mit ausführlichem Bildteil, welche bisher in der deutsch­ sprachigen gastroenterologischen Literatur weitgehend ausgespart blieben. Typische technische Befunde, z. B. im Rahmen der Rönt­ genuntersuchungen oder der Endoskopie, werden bewußt nicht ge­ zeigt, sie können der Vielzahl der einschlägigen Lehrbücher entnom­ males werden.

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Man schätzt, daß etwa liJ aller nicht durch Bakterien hervorgerufenen Enteritiden durch Norwalk-Viren ausgelöst werden. Oft treten Infektionen epidemisch in Familien, Schulen, Hotels auf, wobei als Übertragungsweg kontaminierte Muscheln oder Wasser diskutiert werden. Das klinische Bild ist ein leichter Brechdurchfall mit geringem Fieber über 2 Tage. Die Inkubationszeit beträgt 1-2 Tage. Die Bedeutung von Adenoviren, Caliciviren oder Astroviren als Auslöser von Enteritiden ist bisher unklar, auch deshalb, weil geeignete Nachweismethoden fehlen.

Das klinische Bild weist große Unterschiede auf, was auf verschiedene Wirkungsmechanismen zurückgeführt werden kann [3]. Voraussetzung für die Wirkung ist offenbar die Eigenschaft, sich an der Darmoberfläche zu befestigen (Adhärenz). Dies wird bei Kolibakterien deutlich: Während sie in ähnlicher Weise Toxine bilden, sind nur diejenigen pathogen, welche zur Adhärenz befähigt sind. Eine weitere Eigenschaft betrifft die Enterotoxizität; hierbei stimulieren die gebildeten Toxine Rezeptoren an der Zelloberfläche und erzeugen durch Aktivierung zyklischer Nukleotide eine sekretorische Diarrhö (vgl.

Bei Befall des terminalen Ileums, z. B. im Rahmen eines M. Crohn, klagt der Patient über Schmerzen im rechten Unterbauch, etwa im Bereich des McBumey-Punkts. Tenesmen sprechen für eine Entzündung im Enddarm. Gewichtsverlust. Eine Abnahme des Körpergewichts bei normaler oder gesteigerter Nahrungsaufnahme ist immer ein Zeichen für eine organische Ursache der Durchfallerkrankung. Ein gleichzeitiges Auftreten von Fettstühlen kennzeichnet eine Malassimilation. Weitere Ursachen sind die Hyperthyreose, chronische Darmentzündungen und Neoplasmen.

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