Gesundheitsselbsthilfe und professionelle Dienstleistungen: by Professor Dr. Christian von Ferber (auth.), Professor Dr.

By Professor Dr. Christian von Ferber (auth.), Professor Dr. Christian von Ferber (eds.)

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Juni/Juli 1998, Frankfurt

Die Spezialgebiete Anästhesiologie, Intensivtherapie, Schmerztherapie und Notfallmedizin haben in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung und eine dementsprechend rasche Zunahme an neuen Erkenntnissen erfahren. Es ist daher besonders wichtig, dieses Wissen so schnell und so weit wie möglich zu optimieren.

Glanz und Elend der PR: Zur praktischen Philosophie der Öffentlichkeitsarbeit

Dieser Titel eröffnet die Reihe "Public Relations", herausgegeben von Prof. Dr. Klaus Kocks, Prof. Dr. Klaus Merten und Prof. Dr. Jan Tonnemacher mit einer praktischen Philosophie der PR. Klaus Kocks unternimmt es in 12 Beiträgen, praktische Probleme der Public kin im Licht moderner Kommunikationstheorie und nach querdenkerischen Strukturen zu verorten.

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Auf den Intensivstationen haben sich ffir die Patienten Binnen- und AuBensphare seiner sozial-raumlichen Verortung vertauscht. Er ist in der Intensivstation unter einem strikten medizinischen Regime, die ihm nahestehenden FamilienangehOrigen sind hier Fremde, ihr Zugang unterliegt ausgesprochenen und unausgesprochenen Regeln. Der Projektbericht legt die Interaktionsregeln offen, die die soziale Unterstfitzung der Patienten von seiten ihrer Angehorigen steuem. Neben der Darstellung der ausgewahlten Kontexte: Gesundheitsselbsthilfe im Familienhaushalt, soziale Unterstfitzung in der Herzinfarktrehabilitation, Interaktion mit FamilienangehOrigen unter den Regeln der Intensivpflege, geht es in diesem Kapitel urn eine differenzierte und doch exemplarische Ergebnisprasentation zu 2 Defiziten: - die Lficken des gesundheitsbezogenen Laienhandelns im Familienhaushalt, der gerade wegen seiner fiberragenden Bedeutung in der Gesundheitsselbsthilfe keine flachendeckenden Versorgungsaufgaben fibemehmen kann, - die Beschranktheit professionellen Handelns, das die Hilfen, zu denen es seIber nicht fahig ist und die allein FamilienangehOrige geben konnen, abwehrt, behindert, zumindest nicht unterstfitzt.

Zugleich ist er fUr die allermeisten Befragten zentral in der Reihe der Personen, die man sich iiberhaupt als Helfer wiinscht. Deutlich tritt hervor, daB Selbsthilfe eine Domane weiblicher Personen ist. In den Augen der Familienangehorigen gelten Frauen als bevorzugte Ansprechpartner. Fast doppelt so haufig werden Miitter gegeniiber den Vatem, Tochter gegeniiber den Sohnen, Schwestem gegeniiber den Briidem gewahlt. Der "Vorsprung" der Frauen vergroBert sich betrachtlich, wenn man den Rangplatz, mit dem die Befragten ihre liebsten Helfer gekennzeichnet haben, in die Analyse einbezieht.

Obwohl die Frage nach den Grunden fUr die Ablehnung von Selbsthilfeaktivitaten spater noch detailliert zu erortern ist, sei hier kurz auf die pflegebezogenen Argumente hingewiesen: - 26,3% nennen die BerufstatigkeitiDoppelberufstatigkeit der Ehepartner/Eltern; - 25 % nennen Platzmangel in der Wohnung; - 26,4% nennen die seelische Be'astung; - 12 % nennen die unzumutbare Beeintrachtigung der Kinder und ihrer Entwicklung; 7,4% nennen die finanzielle Belastung. Es deutet sich also hier bereits ein Ursachen- und Motivkomplex an, der bei der Erklarung von SH-Ablehnung berucksichtigt werden muB.

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