Ökonomie der Moral: Konflikt zwischen familiärer Pflege und by Ursula Dallinger

By Ursula Dallinger

Generationsbeziehungen in der späten Familienphase geraten in einen Zwiespalt: Pflegebedürftigkeit regulate Eltern muß bewältigt werden, gleichzeitig steigt die Erwerbsbeteiligung der Frau. Handlungsmöglichkeiten im Konflikt zwischen Beruf und familiärer Pflege - Ausscheiden aus dem Beruf, Vereinbaren von beidem oder Abgabe der Pflege - sind mit weitreichenden Folgen verbunden. Wie entscheiden erwachsene Kinder oder Ehepaare in solch einem Konflikt? An hermeneutischen Fallrekonstruktionen läßt sich eine "Ökonomie der ethical" ablesen, die die Autorin mit Pierre Bourdieus Theorie der Praxis begreift. Lebensweltliche Wissensmuster, die die Relevanzen in Beruf oder Pflege prägen, verknüpft sie mit Alfred Schütz' Handlungstheorie.

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3). Eine ebenfalls heterogene Maßzahl zur Bestimmung, wie oft Beruf und Pflege gleichzeitig praktiziert werden, erhält man auf der Basis der Beschäf tigten von Betrieben. Angaben zum Anteil Beschäftigter, die flir eine hilfebeTabelle 4: Erwerbsbeteiligung und Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt verschiedener familiärer Helfer. , andere Gründe 76,2 76,3 44,7 39,9 59,7 gesamt 99,6 100 99,8 100 99,5 Quelle: veränderte Tabelle nach Stone! Cafferatal Sangl 1987, Caregivers for the Frail Elderly: A National Profile, S.

Demnach stellen Frauen, die im mittleren Alter - wenn die Pflege der Eltern wahrscheinlicher wird - noch oder wieder berufstätig sind, quantitativ und qualitativ eine Selektion aus dem Frauenerwerbspotential dar. Sie sind 22 Zwischen 1949 und 1930 geborene Frauen stellen in etwa die Kohorte dar, die um 1994 die potentielle Pflegerinnengeneration der 45 bis 64jährigen sind. 44 jene Gruppe, die bei der Eheschließung nicht endgültig ausschied und bei der Geburt von Kindern entweder kontinuierlich erwerbstätig waren oder nach einer "Kinderpause" einen Wiedereinstieg, oft in Form der "familienfreundlichen" Teilzeitarbeit, praktizierte.

Der bisher gegebene Überblick zu Gründen der Pflegeübernahme dürfte gezeigt haben, daß die in der Forschung zu familiärer Pflege gefundenen statistischen Zusammenhänge, wie etwa der Prädiktoren für Pflegeumfang, eine theoretische Erklärung für Hilfebeziehungen zwischen alten Eltern und erwachsenen Kindern nicht bieten oder ersetzen können. Erst vor dem Hintergrund theoretischer Erklärungen für familiäre Hilfe ließe sich die Frage nach dem Einfluß der Erwerbstätigkeit pflegender Frauen sinnvoll stellen.

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