Technik von gestern für die Ziele von morgen?: by Martin Held (auth.), Martin Held, Walter Molt (eds.)

By Martin Held (auth.), Martin Held, Walter Molt (eds.)

Zwei von drei Bürgern unseres Landes, berichtet Burkhard Strümpel in die­ sem Buch, finden wirtschaftliches Wachstum nach wie vor erstrebenswert und §jnd außerdem der Meinung, daß diejenigen, die mehr leisten als an­ dere, dafür auch besser belohnt werden sollten. Und selbst das restliche Drittel hat sich nur zum kleineren Teil wirklich gegen das Wachstum und das Leistungsprinzip ausgesprochen. guy könnte additionally meinen, die Parole der fünfziger Jahre: Je mehr - desto besser, gelte unverändert weiter für die Bedürfnisse der achtziger Jahre, wobei ja auch nicht unbedingt an noch mehr Hochhäuser und Autobahnen gedacht werden muß. Haben die zu­ nehmenden Umweltprobleme und die Einsicht in die Grenzen des Wachs­ tums im öffentlichen Bewußtsein additionally gar keine Spuren hinterlassen? Spuren sind sehr wohl zu finden, aber nicht in der ökonomischen Ra­ tionalität. Werden die herkömmlichen Ziele der industriellen Wirtschaft nach wie vor von einer breiten Mehrheit anerkannt, so haben sich doch die Gefühle grundlegend geändert, mit denen diese Ziele bejaht werden. Unsere wirtschaftliche Rationalität ist weiterhin die der Nachkriegszeit, aber die Begeisterung ist dahin, mit der wir uns im wirtschaftlichen Wohl­ stand als der zentralen Gemeinschaftsleistung solidarisiert hatten. Und nicht nur dies, sondern es zeigt sich darüber hinaus: Viele von denen, die das Wachstum und das Leistungsprinzip befürworten, sind erstaunlicherweise zugleich überzeugt davon, daß eben dieses Wachstum zu noch stärkerer Umweltbelastung und gesteigerten sozialen Konflikten führt. Damit ver­ bindet sich obendrein die Erwartung, daß die industriewirtschaftliche Ar­ beit in Zukunft immer eintöniger und belastender wird.

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Also sollte man doch den Bürgern eine Schutzunterkunft, wie es im Krieg mal war," bieten ... "aber hier mit Kernenergie als solcher, das befürworte ich, denn da bin ich nun mal der Meinung, mit der Kohle und öl und was weiß ich wo alles, daß mal die Kernenergie uns zugute kommen soll, aber nur wenn der Mensch recht richtig abgesichert ist. " Ein Kind der Wachstums- und Technologieautomatik ist die Erhöhung des materiellen Wohlstands, freilich für viele kein Wunschkind. Die Mitbürger (nicht man selbst) sind anspruchsvoll und erschweren Problemlösungen.

15 71 14 100 Wachstum und sozialer Friede Wachstum sichert den sozialen Frieden Wachstum führt zu sozialen Konflikten . . . . . . . . . . . . . keines von beiden, weiß nicht . . . . . . . . . . . . . . . . 12 67 21 100 Wachstum und Arbeitsplätze Wachstum macht Arbeitsplätze eintöniger . . . . . . . . . . . . Wachstum verbessert Arbeitsplätze . . . . . . . . . . . . . . keines von beiden, weiß nicht . . . . . . . . .

Nicht mehr Fleiß, Gehorsam und Pünktlichkeit stehen an der Spitze von Erziehungszielen, sondern stärker die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, der Selbständigkeit, die Vertretung der eigenen Interessen oder die Fähigkeit zur Toleranz (vgl. Grüneisen und Hoff 1977; Lukesch und Schneewind 1978; Zinnecker 1985). Die Bewunderung für die großen Organisationen geht zurück; "Smali ist beautiful" ist nicht nur der Titel eines Buchs (Schumacher 1977), sondern zugleich geradezu ein Schlachtruf derer, die die Strukturen unserer Leistungsorganisation abändern möchten.

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