Wiederverwendung von Antike im Mittelalter: Die Sicht des by Arnold Esch

By Arnold Esch

Within the center a long time, inventive re-use was once made from architectural parts from classical antiquity corresponding to columns, capitals, cornices, or even statues, sarcophagi, reliefs and inscriptions; the factors ranged from easy utilisation of fabrics via interpretatio christiana to political legitimation. the writer demonstrates how this re-use has been assessed through archaeologists, historians and artwork historians and what insights they've got won.

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Wiederverwendung von Antike im Mittelalter 27 dem lange Zeit dominierenden Archäologen (die Archäologie ist ja schließlich älter als die Kunstgeschichte) überflüssig gemacht hat, sich mit dem neuen Kontext zu beschäftigen, in den „seine“ Stücke hineingeraten waren. Was die Sache gleichwohl so odios machte, war das Faktum, daß architektonische Spoliierung ja das antike Monument zerstört, in Einzelstücke auflöst, während literarische Spoliierung27 den alten Kontext nicht antastet. Wenn wir heute bei einer Architektur-Spolie von einem „Antiken-Zitat“ sprechen, so hätten die Humanisten, mit ihren literarischen Antiken-Zitaten, einen solchen Vergleich weit von sich gewiesen: der antike Text bleibt heil, der antike Bau wird zerstört.

Caspar, Petrus Diaconus und die Monte Cassineser Fälschungen. Ein Beitrag zur Geschichte des italienischen Geisteslebens im Mittelalter, Berlin 1909, 171-174. 38 Arnold Esch Fälschungen zugunsten Montecassinos zum Ersinnen antik klingender Ortsnamen notfalls einfach antike Routenverzeichnisse ausschrieb – so als nähme man heute Stationen-Namen aus einem Fahrplan, damit es möglichst echt klingt). In dieser Urkunde von angeblich 603 ist sozusagen alles beisammen, womit man im 12. Jahrhundert – einem besonders antikennahen Jahrhundert – Altertum beglaubigen konnte: Rundgrab und Marmorbrücke, septem und centum, alte Pflasterung und alte Bögen, Serapis und Nymphen, Grotte und Sarkophag.

Marco venezianische Schiffe auf offizielle Anweisung immer wieder Spolien aus dem ägäischen Raum herbeitransportierten41 – aber deren Herkunft aus Troja ist natürlich reine Mystifikation. Ebenso wie die Behauptung eines anderen Pilgers 1395, daß die Tore der Marienkirche von Athen – also des Parthenon auf der Akropolis – Spolien aus Troja seien42, nicht auf wirkliche Spoliierung Trojas zurückweist, also nicht tatsächlich von dort abtransportiertes Material belegt, sondern einzig und allein Aussage über Vorstellungen der eigenen Zeit ist: Kontinuitäts-Ideologie, Mirabilien Athens aus dem Munde des griechischen Cicerone von 1395.

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